Platz für die Jugend oder neue Sportanlage?

Veröffentlicht am 09.02.2021 in Ortsverein

Im Jahr 2015 wurde die Gemeindeordnung geändert nach § 41a wurde die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen geregelt.

 

Hier heißt es, die Gemeinde soll Kinder und muss Jugendliche bei Planungen und Vorhaben, die ihre Interessen berühren in angemessener Weise beteiligen. Seit 2015 beschäftigt sich der Gemeinderat mit diesem Thema. Das JUZ war eingebunden, musste aber leider zwischen 2016 und 2018 geschlossen werden.

Im Jahr 2018 prangerte die SPD-Fraktion an, dass nach dem Bau der Hopp-Anlage Jugendliche kriminalisiert würden. Der beliebte Treff im Park ging in die Anlage auf und die Jugendlichen, die nach 21.00 Uhr die Bänke am Rande der Anlage nutzten, erhielten Bußgeldbescheide.

Nach Wieder-Eröffnung des JUZ stellte die CDU den Antrag das Thema „Jugendtreffpunkt“ zu einem Projekt des JUZ zu machen. Das Projekt wurde durchgeführt, jedoch bis heute nicht präsentiert.

Der Rat muss zu diesem Thema mit der Jugend noch zu einem Ergebnis kommen, darauf legen wir Wert, um glaubhaft zu bleiben.

Nun stellte im November 2020 die CDU überraschend den Antrag auf (wörtlich) Errichtung einer Freizeitanlage im Sinne eines öffentlichen Sportplatzes entsprechend eines erweiterten Bolzplatzes für Jugendliche in Ilvesheim Nord.“ (Möglichkeiten zum Kicken, Rollhockeyspielen, Basketballkörbe ect.)

„Wenn möglich“ sollen die Vorstellungen der Jugend einbezogen werden.

Auf entsprechende Plätze in den Mannheimer Vororten wurde mündlich hingewiesen.

Hier der Platz in Seckenheim (rd. 500 qm Asphaltfläche).

Im Jahr 2016 wurde wegen des geplanten Wegfalls des Bolzplatzes Lessingstraße ein Ersatzplatz für 60 T€ im Haushalt aufgenommen.

Der Bolzplatz Lessingstraße blieb und ist renovierungsbedürftig.

Der Antrag der CDU heute hat jedoch ganz andere Dimensionen.

Dem Antrag konnte aus unserer Sicht nicht zugestimmt werden, es handelt sich hier um ein großes Vorhaben, das die Interessen der Jugend berührt, ohne dass diese beteiligt waren. Die CDU wollte wegen Kosten, Größe, Standort und Ausstattung den Antrag während der Aussprache irgendwie anpassen und bestand mit den Grünen, weg vom Antrag, auf einen Grundsatzbeschluss. Nach einer Diskussion von nahezu einer Stunde konnte der Bürgermeister mit einem Verweis des Antrages zur weiteren Beratung an die Ausschüsse einen Beschluss über einen womöglich unzulässigen Antrag abwenden.

Rolf Sauer, SPD Fraktion