Mit dem Bus durch Ilvesheim

Veröffentlicht am 30.10.2012 in Ortsverein

Was ist Neues in unserem Ort geplant? Wo sind unsere Gemeindeeinrichtung, wie war die historische Entwicklung?
Die zahlreichen Fahrgäste der traditionellen Ortsrundfahrt des SPD Ortsvereins haben die Antworten nicht nur gehört, sondern vor Ort auch gesehen. An den Bushaltestellen wurden die Ilvesheimer Fahrgäste von einem großen Reisebus der Fa. Bauer aufgenommen. Die Informationsfahrt startete mit dem Gemeinderatsfraktionsvorsitzenden Rolf Sauer als Reiseleiter im Ilvesheimer Norden.

Der sanierte Weiher Mahrhöhe wurde passiert. Auf Interesse stieß hier die Entstehungsgeschichte als Tongrube für zwei Ilvesheimer Ziegeleien, als Kieslieferant beim Bau des Klinikums Mannheim um die Jahrhundertwende, als Abfalldeponie in den 1950er Jahren und schließlich die Sanierung zum künstlichen Biotop durch den Angelsportverein mit Unterstützung der Gemeinde.

Die Bäume des vom SPD-Ortsverein initiierten und organisierten Baum- und Gehölzlehrpfad standen im bunten Herbstlaub. Von hier kann in den Weiher eingeblickt und die Tierwelt beobachtet werden. Eine Erweiterung in Richtung des Vogelschutzgehölzes der Vogelfreunde wurde angeregt.

Das Gelände eignet sich zur Naherholung und die Initiative der SPD zur Abgrenzung des Industriegeländes einen grünen Zaun zu pflanzen wurde gut geheißen.

Entlang dem nördlichen Rand des Neubaugebietes Mahrgrund fuhr der Bus auf engen Feldwegen Richtung Feldwegbrücke. Auf die Frage nach Erweiterung des Neubaugebietes in diese Richtung konnte der Gemeinderat feststellen, dass es hierzu keine Planungen gäbe.

Auf der Feldwegbrücke konnte der gespundete Neckarkanal mit dem Blindenbad in Augenschein genommen werden. Vorbei ging es an der Friedrich-Ebert-Schule, wo nach Ansicht der SPD das ältere Hauptschulgebäude mittelfristig für den derzeitigen Spitzenbedarf an der Grundschule und der Kinderbetreuung genutzt werden sollte. Auf der anderen Seite, die Neckarhalle mit Kinderkrippe und das Hallenbad, das zum wichtigen Schwimmunterricht für die Schulkinder der Inselgemeinde einlädt.

Die Baulücke an der Heddesheimer Straße konnte mit dem Ausweis als Landschaftsschutzgebiet erklärt werden. Vorbei am Friedhof Mitte, mit dem Hinweis auf die neue Form der gemischten Grabanlage, die von der Badischen Gärtnergenossenschaft erstellt wurde und für die Ruhedauer gepflegt wird.

In der Feudenheimer Straße wurde auf die laufende Ortsbausanierung hingewiesen, die sich bis zum Neckarkanal zieht. Eine Idee aus der SPD sei die Anlage einer Uferpromenade an der Bundeswasserstraße mitten durch den Ort für junge Mitbewohner mit Kinderwagen bis hin zum alten Mitbewohner mit Rollator. Als Rad- oder Wanderweg sollte sich dieser Weg bis nach Mannheim fortsetzen.

Das Gelände hinter dem Lidl-Markt, das für das örtliche Handwerk und Gewerbe erschlossen werden soll, wurde eingesehen. Auf dem Weg nach Ladenburg ging´s nördlich der Firma Grünzweig vorbei an dem noch möglichen Gewerbegebiet auf Ilvesheimer Gemarkung, das sich an das Gebiet von Ladenburg anschließt. Mangels Nachfrage sei eine Erschließung nicht vorgesehen. Entlang des Neckars führte der Weg am Stauwehr vorbei. Hier strebe die Gemeinde eine fußläufige Querung zur Realisierung eines Rundweges an, was die SPD unterstütze.

Durch die Schloss Straße über den Kreisel, dessen Kunst nicht verkehrsgefährdend sei, ging es zum nächsten Halt im Neckar- Stadion. Die Neuanlage habe sich bewährt und wurde optimal genutzt, dank der aktiven SpVgg., so Sauer. Der Blick ins herbstliche Freibad löste großes Verständnis aus, dass diese herrliche Anlage erhalten bleiben muss. Allerdings müsste die Beckenanlage deren Fundamente noch aus dem Jahr 1950 stammten völlig erneuert werden, genauso wie die gesamte Wasseraufbereitung.

Nächster Halt war der Kerweplatz, hier wurden die Umgestaltungspläne erläutert. Während in den Vorjahren die Fahrt an der äußeren Neckarschleife zum Ortsteil Neckarplatten führte, zwängte sich diesmal der Bus durch den Neckardamm in die Schleife, sprich auf das Neckarvorland.

Vielen Mitreisenden war nicht bewusst, dass man gerade am alten Fährhaus vorbeifuhr und dass bis 1927 die Querung des Neckars nur mit der Fähre, im Eigentum der Gemeinde Ilvesheim, möglich war.
Rolf Sauer rief zur Geschichte der Fischerei und der Schifffahrt in der Neckarschleife die Info-Stelle am Fischerhäusel beim Fährhaus einmal mit Ruhe aufzusuchen.

Das Neckarvorland und das Gelände der Hundefreunde wurden eingesehen. Zu einem Spaziergang entlang der Weide bis zur Neckarschluf wurde angeregt.

Auf dem Weg zum Abschlussziel dem Bürgerhaus Hirsch mussten alle zusammenrücken und der geduldige, hervorragende Busfahrer der Firma Bauer, kam leicht ins Schwitzen, so eng ging s bei den Zufahrten zur Hauptstraße zu.
Dafür bekam der Fahrer einen kräftigen Applaus.

In der guten Stube von Ilvesheim, zu deren Geschichte und Sanierung durch die Gemeinde noch ein paar Worte verloren wurden, hatten die Frauen des AsF und Leitung von Regina Zäh bereits den Kaffee und Kuchen aufgetischt. Nur dankbare Gäste konnte die SPD an diesem Nachmittag verabschieden, mit dem Versprechen, dass die Fahrt im nächsten Herbst wieder stattfinden würde.

Rolf Sauer